Angst- und Panikstörungen sind oft Folge einer lang andauernden Belastungssituation, die von den Betroffenen als nicht mehr bewältigbar bewertet werden.
Besonders bei Panikattacken, die meist einen langandauernden massiven Stressor (dauerhafter Stress auf der Arbeit, unzufriedene Partnerschaft/Ehe etc.)im Rücken haben, reicht schon eine kleine Stresssituation (Stau auf der Autobahn, Einkaufsstress im Supermarkt etc.) aus, um das Fass zum Überlaufen zu bringen – der „Teufelskreis der Angst“ beginnt.

Gerade in der Angst-Therapie ist die Entspannung eine wichtige Säule, da Betroffene wie oben erwähnt entweder schon lange „unter Stress stehen“ und Ihnen die vorausgegangen Angstattacken zusätzlich Druck machen (Angst vor der Angst). Sie leben täglich mit der Angst, dass erneut eine Panikattacke auftreten könnte und das führt logischerweise zur inneren Anspannung.

Im Angst-Stress-Modell kann gut veranschaulicht werden, warum Entspannung (und das muss nicht die Progressive Muskelrelaxation oder das Autogene Training sein, denn jeder entspannt anders! Ich persönlich finde Ausdauersport wie Walken oder Laufen sehr entspannend oder Yoga – manche finden Entspannung beim ausgedehnten Spaziergang oder im Schwimmbad oder beim Qi-Gong. Atemtechniken und EFT-Entspannung bieten ebenso hilfreich Entspannung).

Versuchen Sie deshalb möglichst viel Entspannung in Ihr Leben zu bringen, z.B. Spazieren gehen, Walken,  Laufen, Schwimmen, Atemtechniken oder die EFT-Entspannung.
Der Psychologie Josef Wolpe hat das Prinzip der reziproken Hemmung entwickelt, das besagt: Angst und Entspannung können nicht nebeneinander existieren, d.h. je entspannter Sie sind, desto weniger kann die Angst ihr Leben bestimmen.

In der kognitiven Verhaltenstherapie lernen Sie als ganz wichtigen Ansatz der Angsttherapie, Ihre Gedanken und Bewertungen zu erkennen und anzupassen – ohne die kognitive Therapie ist es nicht möglich Angst zu überwinden. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.

Therapie bei Angststörungen beinhaltet:

  • Aufklärung – ganz nach dem Motto “ was ich weiß brauche ich nicht zu fürchten.“
  • Entspannung
  • kognitive Umstrukturierung -„ich bin was ich denke.“
  • Konfrontation -„wo die Angst ist, ist der Weg.“