Viele Menschen suchen neben ihrem Beruf nach einer Möglichkeit, sich psychologisch weiterzubilden und ihr Wissen  an andere Menschen weiterzugeben. So hat sich in den letzten Jahren das Berufsbild des Heilpraktikers für Psychotherapie und des psychologischen Beraters etabliert.  Beide Berufsbilder bieten die Möglichkeit sich in eigener Praxis selbstständig zu machen.
Was unterscheidet denn nun die beiden Berufsbilder?
Psychologische Berater finden ihre Arbeitsfelder in den Bereichen der allgemeinen Lebenshilfe (u.a. Konflikte bewältigen, Ziele finden und erreichen, Ideenfindung und Persönlichkeitsentwicklung, Stressprävention und Personalcoaching).
Psychologische Berater nutzen innerhalb ihres Tätigkeitsfeldes ihr neu erworbenes Wissen, um Kunden, Mitarbeiter und Klienten besser leiten zu können.
Es gibt jedoch gegenüber dem Heilpraktiker für Psychotherapie eine wichtige Einschränkung:
Der psychologische Berater darf nur psychisch gesunde Menschen beraten. Da wo es deutlich wird, dass der Klient evtl. ein psychisches Leiden hat, wie z.B. ein Burnout, braucht er einen Behandler mit heilkundlicher Zulassung als Arzt, Psychotherapeut oder auch als Heilpraktiker für Psychotherapie.

1. Inhalte der Ausbildung zum psychologischen Berater:
Zu einer guten, fundierten und praxisorientierten Ausbildung zum psychologischen Berater gehören im Prinzip die gleichen umfangreichen Kenntnisse, wie sie vom Heilpraktiker für Psychotherapie gefordert werden.  Nicht zuletzt muss der psychologische Berater vor Ort in eigener Praxis in der Lage sein zu entscheiden, ob bei seinem Klienten ein krankhaftes Störungsbild vorliegt oder nicht. Dies kann er nur, wenn er die psychischen und psychiatrischen Störungsbilder, Therapieverfahren und mögliche Behandlungen kennt.

Der Psychologische Berater ist im Gegensatz zum Heilpraktiker für Psychotherapie keine geschützer Begriff. Es ist deshalb wichtig, sofern Sie dieses Berufsziel ins Auge fassen, bei der Wahl Ihres Ausbildungsinstituts auf eine strukturierte, fundierte und praxisorientierte Ausbildung zu achten.

Außerdem empfehle ich allen angehenden Beratern sich bei unserem Berufsverband anzumelden und sich zertifizieren zu lassen. Die Voraussetzungen dazu finden Sie auf: www.vfp.de. Die wichtigsten Punkte fasse ich hier zusammen:
✏︎ Registieriung zur Zertifikation beim Verband
✏︎ Abgeschlossene Ausbildung zum Psychologischen Berater
✏︎ Praktikum/Berufsausbildung/Berufstätigkeit (sollten Sie einer beruflichen Tätigkeit im Sozial- oder Medizinbereich oder anderweitiger Beratung nachgehen benötigen Sie kein Praktikum)
✏︎ Fach- und Projektarbeit (wird vom Verband gestellt)
✏︎ Multiple-Choice-Prüfung beim VFP

Die von den Heilpraktikerin allseits gefürchtete mündliche Prüfung beim Gesundheitsamt wird für den Psychologischen Berater nicht benötigt.

Gerne beraten wir Sie zu all Ihren Fragen. Rufen Sie an, schreiben Sie eine Mail oder vereinbaren Sie einen Termin mit uns.